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„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und ändert euer Denken.“ (Röm 12,2)

Die Frauen und Männer aus den Pfarrgemeinderäten (PGR) und dem Pastoralrat (PR) haben sich an zwei Klausurabenden mit verschiedenen biblischen Sätzen auseinander gesetzt, um ein gemeinsames Leitwort für das Miteinander in den Gremien und der Pfarreiengemeinschaft zu finden. Nach Kleingruppengesprächen und im Gebet wurde dieser Satz des Apostel Paulus aus dem Römerbrief ausgewählt. „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und ändert euer Denken.“

Im Vertrauen auf die Kraft des „Wortes Gottes“ wollen wir uns bei den Planungen und Unternehmungen von diesem Satz leiten lassen und nach einem Jahr überprüfen, was er bewirkt hat.

Ich selbst wurde von der Wichtigkeit dieses Leitwortes bestärkt, als ich vergangene Woche den Film von Wim Wenders „Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes.“ im Kino sah.

Einige Bilder und Worte des Papstes, die mir nachgegangen sind.

*Gefragt, wer die Ärmste auf dieser Welt ist, antwortet Franziskus: Die Ärmste von allen ist unsere „Mutter Erde“. Sie leidet und mit ihr die Geschöpfe und ein Großteil der Menschen, die auf ihr leben. Es braucht eine Veränderung des Denkens und des Lebens auf unserem Planeten. Mit seiner Enzyklika „Laudato si“ will er alle Menschen guten Willens dazu motivieren.

*Wir leben in einer Welt, in der die Menschen unter Hektik, Stress und Überforderung leiden. Seine Empfehlung: dem anderen in die Augen schauen; ansehen und so Ansehen geben. Und als zweites kommt hinzu: Zuhören. Viel Zuhören und wenig reden. Das ist eine Form sich nicht dieser Welt anzugleichen.

Er selbst erzählt eine berührende Geschichte, die deutlich macht, wie er als Papst dies umsetzt. Franziskus erzählt: Die Tante eines 8 jährigen Kindes ruft im Vatikan an und fragt, ob der Papst dem Kind einen letzten Wunsch erfüllen kann. Das Kind ist unheilbar krank und liegt im Sterben. Es möchte einmal mit Papst Franziskus sprechen. Der Papst ruft auf der Handynummer an, aber es geht die Mailbox an. Er spricht auf. Am nächsten Tag ein Rückruf in den Vatikan. Die Mutter ist untröstlich und sagt, dass das Kind geschlafen hat und so den Anruf nicht annehmen konnte. Der Papst ruft noch einmal an und das Kind ist am Telefon. Es kann kaum noch sprechen. Es bedankt sich beim Papst für den Anruf. Ein paar Stunden später stirbt das Kind.

Der Papst ist ein Mann, der trotz seines vollen Terminkalenders etwas tut, das kaum zu glauben ist.

Auf vielfache Weise bestärkt mich dieser Film von der Wichtigkeit unseres ausgewählten Leitsatzes. „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken.“

Ihr Pfarrer Wolfgang Kretschmer