weiss.png
AegidiusAltar.png
Kreuzweg2.png
weiss Kopie.png

Herzlich Willkommen auf der Seite - "Für Männer"

Männer und Spiritualität "Wir suchen Wege, wie Männer heute glauben!"

Das ist das Motto einer Gruppe, die spirituelle Angebote für Männer gestaltet. Dazu gehört die Fußwallfahrt im Rahmen der Ulrichswoche von Neusäß zur Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg (zuletzt im Juli 2016). Unsere letzten Aktionen waren "Altes lassen - Neues wagen" zum Jahresende 2016 und die Nachtwallfahrt am Gründonnerstag Abend 2017.

Hier auf der Homepage informieren wir über weitere Aktivitäten, die wir in diesem Jahr planen.

Darüber hinaus gibt es vielfältige Informationen und Angebote bei der Diözesanstelle der Katholischen Männerseelsorge und Männerarbeit unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Adresse: Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg, Tel.: 0821 / 3166-2131


Nachtwallfahrt 2017

Mnnergruppe NW 2017

"Alles unter Kontrolle?"

Lieber Leser, - als Frage an Sie gerichtet: „Haben Sie alles unter Kontrolle?“ Wahrscheinlich geht es Ihnen auf der Suche nach einer Antwort, wie vielen anderen Menschen und es würde Ihnen leichter fallen eine eindeutige Antwort zu geben, wenn die Frage lauten würde: „Hätten Sie gerne alles unter Kontrolle?“ Als Wunsch formuliert würden wir sagen: Ja - natürlich, gerade als Mann. Wer in unserer Gesellschaft nicht alles unter Kontrolle hat, gilt schnell als Schwächling.

In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag haben sich 39 Männer aus der PG-Neusäß, der PG am Kobel und weitere Männer außerhalb der PG-Grenzen auf den Weg gemacht, um beim miteinander Reden, beim Beten, Singen und nicht zuletzt beim Schweigen über unser Leben, unseren Glauben und über die Frage nach der Kontrolle im Leben nachzudenken.

Hilfreich auf dem Weg, waren die Ansätze und Erfahrungen des amerikanischen Franziskanerpaters Richard Rohr. Während vielen Jahren Arbeit in der Männerseelsorge, hat er 5 Schlüsselerfahrungen des Männerlebens zusammengefasst, welche ein Mann auf dem Weg zum intensiven Mann-Sein durch Erfahrung erlernen kann. Sie lauten:

     1. Das Leben ist hart.
     2. Du bist nicht so wichtig.
     3. In deinem Leben geht es nicht um dich.
     4. Du hast nicht die Kontrolle.
     5. Du wirst sterben.

„Initiatorische Weisheiten“ nennt sie Richard Rohr, die uns Männern helfen können unser Mann-Sein zu entdecken, es auf unsere je eigene Art und Weise zu leben und mit den uns gesetzten Grenzen zurecht zu kommen.

NW 2017 StationZugegeben, - zunächst einmal klingen diese 5 Wahrheiten, die Richard Rohr uns hier zumutet, sehr unattraktiv und unbequem. Auf dem 10 km langen Rundweg um das Schmuttertal hatten die Männer jedoch an 5 Stationen und auf dem Weg dazwischen, genügend Zeit für eine nähere Betrachtung. Unterstützt wurden Sie dabei von Männern aus dem Vorbereitungsteam, welche an den einzelnen Stationen durch Beiträge, Impulse, Erfahrungen aus dem eigenen Leben sowie durch geeignete Bibelstellen, Denkanstöße gaben. Mehr und mehr wurde den Männern im Verlauf der Wallfahrt klar, dass in diesen 5 Wahrheiten eine tiefe Weisheit verborgen liegt, die das Leben eines Mannes reifen lässt, so er sie im tiefsten Inneren verstehen und annehmen kann. Und langsam setzte sich auch die Erkenntnis durch, dass es im Leben nicht immer nur um Kontrolle und um sich selbst geht. Fehlende Kontrolle kann durch Gebet und Vertrauen ersetzt werden und Lasten welche in Gemeinschaft geschultert werden, tragen sich leichter.

Auch Jesus hat in seinem Leben als Mann Grenzen erfahren, hart einstecken müssen und so manche Last zu tragen gehabt. Aber durch sein Leben und Sterben, ermutigt er uns auch, unsere Lasten anzunehmen und durch all das Schwere hindurchzuschauen – er trägt unsere Last mit – er lässt uns nicht im Stich. „Ich bin bei euch, alle Tage“ – welch ein Geschenk und welch eine Entlastung für unsere Seelen liegt doch in diesem Versprechen. Als Zeichen dafür, die Lasten des Lebens anzunehmen, die eigenen und die des anderen, trugen die Männer über die gesamte Wegstrecke ein schweres Holzkreuz mit sich. Immer zwei Männer im Wechsel.

NW 2017 Sankt RaphaelSo freuten sich die Männer auch in diesem Jahr auf die geöffneten, einladenden Türen der Kapelle in St. Raphael (Steppach). Der ruhige lichterfüllte Raum der Kapelle lud zum Ausruhen, zum Gebet und zur Fürbitte ein.

Angekommen in St. Vitus (Ottmarshausen), dem Start- und Endpunkt der Wallfahrt, versammelte sich die Männergruppe noch einmal um den Altar in der abgedunkelten Kirche. Jeder Teilnehmer erhielt zur Erinnerung an diese Nacht ein Holzkreuz zum Umhängen, welches zuvor gesegnet wurde.

Bei Wein und Brot endete die Wallfahrt im Atrium von Sankt Vitus.

NW 2017 HolzkreuzLieber Leser, es sei mir als Autor dieses Beitrages noch eine persönliche Anmerkung erlaubt.

Eine Erkenntnis hat bei mir in dieser Nacht noch lange nachgewirkt. „Nein, ich habe nicht immer alles unter Kontrolle. Oftmals entgleiten mir die Dinge im Leben.“ Wie gut zu wissen, dass der Schöpfer, welcher das ganze Universum erschaffen hat, von aller Ewigkeit her auch einen Plan für mein kleines Leben hat und jederzeit weiß was zu tun und gut für mich ist. So kann ich glauben und darauf vertrauen, dass ich mein Leben nicht alle Tage neu erfinden muss, ich mich nicht jeden Tag selbst „machen“ muss, sondern von Gott schon längst vor all meinen Bemühungen angenommen und geliebt bin. Die Augen der Liebe hatten mich schon lange bevor ich geboren wurde als kostbar erkannt, als unendlich schön, als ewig wertvoll." So ist Gottes Herz.

Und in diesem Vertrauen kann ich in dieser Welt auch von mir selbst sagen: „Ich bin nicht so wichtig, doch unendlich geliebt!

Vielleicht lieber Leser, wäre das auch für Sie eine mögliche Antwort auf die Eingangsfrage.

Beitrag und Bilder Claus Schregle

 


Altes lassen - Neues wagen 2016

Ein Abend für Männer zur Jahreswende

ALNW 2016 01Es war wieder der Johannestag, der Abend des 27.12.2016, an welchem sich eine Gruppe von 24 Männern auf den Weg machte um Altes zu überdenken und Neues in Augenschein zu nehmen. Unter dem Motto „Altes lassen – Neues wagen“ machten sich die Männer vom Pfarrheim Sankt Martin Aystetten auf den 2,5 km langen Weg zum Blutigen Herrgott.

ZEIT – das war die Überschrift an diesem kühlen Winterabend. Ein scheinbar alltägliches, fast genauso beliebtes Thema wie das Wetter. Der Weg war in 3 Stationen aufgeteilt. An jeder Station gab es einen Zeit-Impuls mit auf das weitere Wegstück. Und so weichte schon sehr bald das Alltägliche dem tieferen Wesen der Zeit. Die Auseinandersetzung damit, hat viel mehr an Inhalt anzubieten, als Gegenstand eines banalen Small-Talk`s zu sein.

„Alles hat seine Zeit…“ – darüber machte sich schon Kohelet zu seiner Zeit Gedanken (Koh 3,1). Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. Das sind die Zeitdimensionen in welchen Menschen sich gedanklich aufhalten. Die Vergangenheit birgt die Erinnerung der Menschen, an negativen sowie an positiven Erlebnissen. In der Zukunft existieren die Visionen der Menschen, die Planungen für das weitere Leben. All dies ist für uns Menschen bedeutsam.

Die Erkenntnis, welche sich jedoch im Verlauf des Abends in den Vordergrund schob war, dass sich am Ende alles nur um das HIER und JETZT, um den Moment der GEGENWART dreht.

GEGENWART – das ist die Zeit, in der alle Ereignisse stattfinden.

Nur in der Gegenwart ist es dem Menschen möglich zu sein, die Welt und sein Inneres, das Selbst wahrzunehmen, - und damit in Kontakt zu treten.

Am Blutigen Herrgott erwartete die Gruppe wieder ein großes Feuer. Die verwandelnde Kraft des Feuers, die Wärme und das Licht waren gut geeignet sich den Augenblick zu vergegenwärtigen. Und so war dies auch der Ort und der Moment für Gott, für mich und für das Gebet.

Zurück im Pfarrheim von Sankt Martin, wurde der Wein gesegnet. Trinket die Liebe des Johannes - so haben es die Männer an diesem Abend dann auch gehalten, welcher bei einer deftigen Brotzeit und guten Gesprächen ein schönes Ende fand.

Beitrag und Bilder Claus Schregle

ALNW 2016 02 ALNW 2016 04


 Männerwallfahrt in der Ulrichswoche 2016

Unter dem Leitwort „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ machten sich 19 Männer auf den Weg nach St. Ulrich. Das Kreuz, das wir mit uns trugen, machte unsere Gruppe als Wallfahrer erkennbar und wir erlebten verschiedene Reaktionen. Sie reichten vom Wegschauen, ungläubig – fragenden Staunen bis hin zum Stehen bleiben und sich bekreuzigen.

Eine besonders starke Erfahrung erlebte die Gruppe vor dem Josefinum-Krankenhaus.

Bei dieser Station standen wir im Kreis und beteten freie Dank- und Fürbittgebete unterbrochen jeweils mit dem Liedruf „Herr erbarme dich“. Da kam ein Mann und stellte sich zu uns in den Kreis. Er war so Mitte 30 Jahre alt und fing ebenfalls an zu beten. Da kamen ihm die Tränen, weil seine Frau vor ¼ Jahr verstorben ist. Einer der Männer legte seinen Arm um ihn und zeigte ihm auch auf diese Weise unsere Solidarität.

Noch ein Erlebnis mit 2 Vorschulkindern wurde erzählt:

Ein Mädchen sieht unsere Gruppe und sagt zu ihrer Freundin: „Du, da ist doch Jesus“ Sie hatte das Wallfahrtskreuz gesehen. Daraufhin sagt die Freundin: „Ja, ich hab ihn (Jesus) auch erkannt.“ Dann sagt das erste Mädchen nachdenklich: „Aber was macht der denn hier? Er gehört doch eigentlich in die Kirche.“

Ein sehr interessantes Kindergespräch, das mich zum Nachdenken bringt: Wo gehört Jesus hin: in die Kirche? auf die Straße? vor das Josefinum? …

Unsere Wallfahrtserfahrungen und vieles andere mehr haben wir Männer aus Neusäß in unser Beten und Singen in den Festgottesdienst in der Ulrichsbasilika hineingelegt.

Beitrag Wolfgang Kretschmer,  Bilder Claus Schregle

 

Maennerwallfahrt 01Maennerwallfahrt 02Maennerwallfahrt 03


 Nachtwallfahrt 2016

„Mit Jesus auf dem Weg…“,

Aufkleber Kerzewaren 32 Männer in der Nacht des 24. März 2016 nach der Abendmahlfeier in Sankt Vitus. Viele kamen aus den umliegenden Pfarreien. Einige sind sogar bis aus Langenau (bei Ulm) und Rain am Lech angereist um an der Nachtwallfahrt teilzunehmen. Pünktlich um 21:00 Uhr machte sich die Gruppe nach Ihrer Sendung durch Pfarrer Kretschmer, bei trockener Witterung und einem Licht (Laterne) als Begleiter auf den mittlerweile vertrauten, ca. 11 km langen Rundwanderweg um das Schmuttertal.

„Verrat und Verleugnung“ das geschah in jener Nacht und „Verrat und Verleugnung“ das waren auch die Wegimpulse, mit denen sich die Wallfahrer dieses Jahr gedanklich auseinandergesetzt haben.

Nachdem die erste Wegstrecke, welche zum gegenseitigen Kennenlernen einlud, zurückgelegt war, erreichte die Gruppe vor der Kinderkrippe von Sankt Thomas Morus die erste Wegstation. Im Hören auf die Bibelstelle aus dem Markusevangelium, der Verrat durch Judas (Mk 14,10-11) und die Gefangennahme von Jesus (Mk 14,43-50), sowie durch gezielte Fragestellungen, bekamen die Männer den ersten Wegimpuls „Verrat“ für den nächsten Streckenabschnitt, welcher in Stille und in Gedanken zurückgelegt wurde.

Angekommen an der zweiten Wegstation bei den Bahngleisen am Weldenradweg, wurde die Person des Petrus beleuchtet. Petrus hat Jesus verleugnet. Auch hier hörte die Wallfahrtsgruppe das passende Bibelwort aus dem Markusevangelium. Die Verleugnung durch Petrus (Mk 14,66-72). Auf gleiche Weise wie an der ersten Wegstation, wurde allen der zweite Wegimpuls „Verleugnung“ mit auf die nächste Wegstrecke gegeben, welche wieder schweigend gegangen wurde.

Die dritte Wegstation war, wie in den letzten Jahren, die schöne Kapelle von Sankt Raphael in Steppach. Im Halbkreis sitzend, machte sich die Männergemeinschaft in der Ruhe des Raumes bewusst, dass Verrat und Verleugnung zerstörende Elemente sind und inwieweit diese auch in jedem eigenen Leben eine traurige Rolle spielen. Der Ort und die andächtige Stimmung in der Kapelle bot allen Anwesenden, nach manch bitterer Erkenntnis, genügend Raum für ein frei formuliertes Gebet, um eine Bitte aber auch um Dank auszusprechen.

Zurück in Ottmarshausen versammelten sich alle Männer noch einmal um den Altar der abgedunkelten Sankt Vitus Kirche.

Wir waren am Ziel dieser Nachtwallfahrt, wir waren auf dem Weg – als Männergemeinschaft und mit Jesus. Auf dem Altar stand das vertraute Licht, das uns durch diese Nacht begleitet hat. Jesus – dein Licht war dabei, in unseren Gedanken und Gefühlen. Wir danken Dir.

Zum Ende der Wallfahrt bekam jeder Teilnehmer noch eine kleine Kerze überreicht. Auf jeder dieser Kerzen stand das Psalmenwort:

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ (Ps 119,105)

Beendet wurde die Nachtwallfahrt bei Wein und Brot im Atrium von Sankt Vitus.

Beitrag und Bilder Claus Schregle

Gruppe NW2016


Altes lassen - Neues wagen 2015

WegweiserEin Abend für Männer zur Jahreswende

Der Abend des 30.12.2015 stand ganz unter einem Wort aus dem Buch der Psalmen:

„Ich überdenke meine Wege…“ (Ps 119,59)

– ein Wort, das gut zu diesen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr passte.

Wir alle, sind ständig in Bewegung, sind aus unterschiedlichen „Be-weg-gründen“ immer unterwegs, innerlich und äußerlich. So brachte auch an diesem Abend zur Jahreswende, jeder der ca. 25 Teilnehmer eine Grundstimmung mit. Themen, die mich beschäftigen; Gefühle, die mich umtreiben; Gedanken, die mich begleiten; das war an diesem Abend so, das ist jetzt so und das ist das ganze Jahr so; all das ist lebendig und bringt uns in Bewegung.

Auf dem Weg vom Pfarrheim Sankt Martin Aystetten durch die Nacht zum „Blutigen Herrgott“, machte die Gruppe immer wieder eine kurze Station, um einen Impuls zum „Weg“ zu hören. Auf den danach folgenden Streckenabschnitten, welche schweigend zurückgelegt wurden, konnte so jeder seinen Gedanken und Überlegungen nachgehen.

„Ich überdenke meine Wege…“ vieles ist einem jeden von uns in den Sinn gekommen und konnte auf unserem gemeinsamen Weg überdacht werden.

Angekommen, an der vom Feuer beleuchteten Waldlichtung des Blutigen Herrgott, konnten alle die Wärme und die verwandelnde Kraft des Feuers spüren. „Ich überdenke meine Wege…“ ist ein Satz aus einem alten Gebet. Es motiviert uns selbst zu beten. So war jeder eingeladen eine Bitte, einen Dank auszusprechen. Nach jedem Gebet sangen wir den Liedruf:   Kyrie Eleison

Abschließend machten wir uns beim „Herzritual“ im flackernden Licht des Feuers bewusst, was wir ins neue Jahr mitnehmen wollen und welche Ziele vor uns liegen, wenn wir in die Zukunft schauen. Nach einem Vater unser und dem Segen des Vaters, trat die Männergruppe den Rückweg zum Pfarrheim Sankt Martin in Aystetten an.

Dort angekommen hörten wir die Lesung: Jesus Sirach 31,25-31 und altem Brauchtum folgend, fand dann die Johannesweinsegnung statt. Ein umfangreiches und schmackhaftes Buffet rundete den Abend ab, welcher bei guter Stimmung und Gesprächen zu Ende ging.

Beitrag: Claus Schregle