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„Ort der Erinnerung“

Im Motiv ist die Verbindung vom alten und neuen Testament dargestellt. Im unteren Teil angedeutet der siebenarmige Leuchter als Symbol für den Glauben Israels. Oben das Licht einer aufgehenden Sonne oder die Erinnerung an die Eucharistie in Form einer Hostie. Darüber das Tetragramm, die vier hebräischen Buchstaben, die den Gottesnamen ausdrücken – JAHWE.

 

bild1Und da verbinden sich altes und neues Testament, der Gott der unsere Väter befreit hat, er ist derselbe der uns in Jesus Christus nahe gebracht ist, der Christus auferweckt hat zum Leben.

Das Auferstehungskreuz als Symbol dafür, dass das Leben stärker ist als der Tod. Das Gold des Kreuzes schafft mit seinem Gold die Verbindung zur letzten Kreuzwegstation im Atrium der Vituskirche auferweckt werden“.

„Aus dem dunklen Grabesholz auferstanden, besiegte Jesus den Tod. Seit seiner Himmelfahrt ist er beim Vater, aber gleichzeitig auch bei uns. Als Zeichen dafür weisen zwei Arme nach oben und zwei Arme nach unten.“, so beschrieb der Künstler Hans Malzer, Adelsried, sein Werk des Auferstandenen“, das bereits 2006 für die Vituskirche erworben wurde und jetzt seinen festen Platz bekommen hat .

"Das Geheimnis der Erlösung liegt in der Erinnerung"

Der Glaube Israels lebt vom Gedächtnis an die Heilstaten Gottes für sein Volk. Die Erinnerung an das Wirken Gottes beim Auszug ausbild2 dem Sklavenhaus Ägypten, ist ein zentrales und notwendiges Element des Glaubensvollzugs. Ohne Gedenken an Gottes große Wundertaten, an seine Gebote und seine Verheißungen für das Land, das Gott seinem Volk zum Geschenk macht, wäre das jüdische Volk nicht nur geschichtslos, sondern bald auch gottlos.

Umkehr zum „Gott der Befreiung" bedeutet Rückkehr zum Gedächtnis an seine Wunder, seine Liebe und Treue zum Bund, den ER am Sinai mit seinem Volk geschlossen hatte.

Jesus knüpft an die große liturgische Gedächtnisfeier des Pascha-Festes an und nimmt im gemeinsamen Mahl sein Leiden, Sterben und Auferstehn im Zeichen des gebrochenen Brotes und im Trinken des Weines voraus.

Es ist „das Geheimnis des Glaubens.

In der bewussten „Er-Innerung" daran, was in der Vergangenheit geschah, sehen sie zugleich den Weg, wie der Mensch auf den gegenwärtigen Gott aufmerksam werden kann:

Ziel des „sich-Erinnerns" an die Ereignisse der Heilsgeschichte ist das Gedenken an den Auferstandenen und den Menschen hier und jetzt gegenwärtigen Gott!

Das Geheimnis der Erlösung liegt in der Erinnerung.

(So sagte einer unserer jüdischen Brüder).

Der hält uns die offenen Hände entgegen und hebt zugleich uns vor SEIN Angesicht.

Hier begegnen sich Anfang und Ende, Leben und Tod, und Leben durch IHN.

Darum gehören Osterkerze, Taufbrunnen und Sterbebilder zusammen. In der Nähe dessen, der die Hände ausstreckt nach der Erde, nach uns, nach unseren Verstorbenen, die wir bei Gott hoffen.

Und uns mit vor SEIN Angesicht stellen wird, vor dem allen Leben ist und bleibt.

Weil er sich derer er-innert, die er in seine Hände geschrieben hat.

Mit Namen.

Als der ICH BIN DA.

Für Dich. Für alle.

Leben aus Seinem Inneren.

Aus der ER-Innerung.

Idee und Texte: Solveig Petrich, Gerlinde Schafitel und Brigitte Höppner Künstlerische Gestaltung A. Rist-Geiger, 2012