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Pfarrkirche St. Vitus in Ottmarshausen – ein besonderer Kirchenraum

Am Dreifaltigkeitssonntag, den 11. Juni feiern wir zusammen mit Weihbischof Florian Wörner das 50. Weihejubiläum dieses Gotteshauses. Als Pfarrer habe ich in dieser Kirche schon viele schöne Gottesdienste feiern und besondere Erfahrungen machen dürfen. Der helle, weite Kirchenraum, der vormittags mit natürlichem Licht durchflutet wird, spricht die Menschen an. Durch die Anordnung der Kirchenbänke sind alle Mitfeiernden auf die Mitte hin ausgerichtet. In der Mitte steht der Altar – Sinnbild für Jesus Christus. An den Altarstufen versammeln sich die Gläubigen zum Kommunionempfang. Indem sie zur Mitte gehen, kommen sie sich gegenseitig näher. Hier wird deutlich: die Nähe zur Mitte, zu Jesus Christus, und die Nähe zu den Mitmenschen gehören zusammen.

 

st. vitus

Dieser Kirchenraum ist wunderbar geeignet für Familienmessen, die wir seit einigen Jahren immer in der Advents- und Fastenzeit dort feiern. Die Kinder können sich gut um den Altar versammeln und das Gebet mit Bewegungen unterstützen.

Welche Wirkung diese Zentrierung auf die Mitte hat, konnte ich im vergangenen Oktober bei der Firmspendung beobachten. Die Firmlinge standen mit ihren Paten in Gruppen im ¾ Kreis an der Altarstufe (vgl. Foto). Als Weihbischof Wörner die erste Gruppe von Jugendlichen gefirmt hatte, setzten sie sich mit ihren Paten wieder in ihre Bänke. Es war überraschend: keiner der Mitfeiernden setzte sich, sondern alle blieben stehen. Warum?

Weil alle ein gute Sicht auf das Geschehen hatten. Jeder konnte mit allen Sinnen bei der Firmspendung mit dabei sein. In anderen Kirchen, wo die Firmlinge und Paten mit dem Rücken zur Gemeinde stehen, ist das anders. Wenn die erste Firmlingsgruppe sich in die Bänke setzt, dann setzt sich die ganze Gemeinde. Es ist eine Freude in diesem Gotteshaus unseren Glauben zu feiern.

Ihr Pfarrer

Wolfgang Kretschmer