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Pfarrer Johannes Burkhart (11.03.1904, Berg/Wttbg + 12.11.1985, Gersthofen) beigesetzt im Priestergrab Ottmarshausen. Während seiner Amtszeit wurde die neue Vituskirche gebaut. Zu seinem 40. Priesterjubiläum (1970) zum Ehrenbürger der Gemeinden Ottmarshausen und Hammel ernannt. Pfarrer in Ottmarshausen von 1956 – 1972.

 

Bau und Architektur

Vom ersten Termin der Ortsbesichtigung am 26.09.1961 bis zum ersten Spatenstrich am 21.05.1965 zogen sich die Verhandlungen mit der Gemeinde für den neuen Standort der St. Vituskirche auf dem Gelände „Hinterm Pfarrer“ hin. Die Planung des Kirchenneubaues wurde dem Architekten Karl Sendlinger, Westheim, übertragen, der sich im Wesentlichen an die Vorstellungen von Pfarrer Burkhart hielt. Am 24.06. 1966 wurde Richtfest gefeiert. Im August 1966 wurden von der Fa. Czudnochowsky die vier für die neue Kirche bestimmten Glocken geliefert und nach der Weihe in den freistehenden offenen Glockenturm gehängt.

VI von Außen3

Der erste Gottesdienst, der in der neu erbauten Kirche gefeiert wurde, war am 24.12.1966 die Christmette. Zwei Tage nach dem Fest des hl. Vitus, am 17.06.1967, vollzog Bischof Dr. Josef Stimpfle die Weihe der Kirche. Im Altar wurden Reliquien der hl. Christina von Bolsena und dem hl. Karl Lwanga aus Uganda eingemauert.

Festmesse VI Innen

Der Zugang zur Kirche erfolgt von der Straßenseite durch ein großzügiges Atrium mit einem überdachten Umgang, der mit 12 Säulen (Apostel!) abgestützt ist. Die Kirchenbesucher finden hier Möglichkeiten für Begegnung und Kommunikation, Betrachtung und Meditation (Kreuzweg), selbst Schutz vor Wind und Regen. An den beiden Enden des Weges auf der Süd- und Nordseite öffnen sich die Tore zu den Seitenschiffen, die optisch durch 10 Säulen vom Hauptraum getrennt sind. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich die Werktagskapelle mit dem Sakramentshaus, im südlichen der Platz für den Beichtstuhl und Taufstein und im Kirchenraum stehen der Altartisch und die Orgel. Der Hauptraum wird von einem Faltdach („Zelt Gottes“) gekrönt. Durch die Giebelformen des Faltdaches entstehen 12 Dreiecksfenster, die den Kirchenraum nach außen öffnen und eine wohltuende Helligkeit spenden. Die Altarinsel ist leicht erhöht und wird im Dreiviertelkreis von den Bankreihen umgeben.

Familienmesse um Ambo

Insgesamt verfügt die Kirche über rd. 500 Sitzplätze mit einem Aussengrundriss von 50 x 42 m. St. Vitus ist eine Kirche, die den liturgischen Aussagen und Vorstellungen des II. Vatikanischen Konzils entspricht.

Im freistehenden, offenen Glockenturm befinden sich vier Glocken:

- Die größte von ihnen, mit dem Grundton (es’) ist der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht (1195 kg)
- Die zweite mit dem Grundton (ges’) ist die Antoniusglocke (694 kg)

- Die dritte mit dem Grundton (as’) ist die Herz-Jesu-Glocke (550 kg)

- Die vierte und kleinste Glocke, mit dem Grundton (b’) ist dem Pfarrpatron geweiht (364 kg). Sie trägt die Inschrift: „Hl. Vitus, Patron unserer Kirche, schütze unsere Gemeinde“.

Nachts wird der Kirchturm angestrahlt und ist weithin als Wahrzeichen von Ottmarshausen zu sehen.

Firmspendung VI von oben

Grüß Gott in der St. Vituskirche

Sakristeitür, Altar und Apsis unserer Kirche liegen auf einer Linie. Wer die Kirche auf dieser Linie betritt, ist konfrontiert mit der alten Kirche in Gestalt der Kreuzigungsgruppe über der Sakristeitür. Keiner kommt am Kreuz vorbei. Es ist das Kreuz Jesu, das eigene und das der anderen. Darunter und dabei stehen zu bleiben, ist wesentlicher Teil der eigenen Geschichte und der unserer Mitmenschen. Der Altar, nicht zufällig beherrschend in der Mitte angesiedelt und einladend, sich um ihn zu versammeln, stammt aus der Zeit der Errichtung der Kirche.